Archiv für April, 2008

Über die beste Freundin

April 8, 2008

Es kann nie verkehrt sein, mit Frauen dem Wesen des anderen Geschlechts näher zu kommen, die sich damit professionell beschäftigen [allerdings kann ich mich bei diesem weiblichen Schubladendenken, das man uns so gern vorwirft, nicht anders als jeweils gleich eckig meinen Senf dazu zu geben] . Die Psychotherapeutin und Professorin Verena Kast hat in ihrem Buch „Die beste Freundin“ fest gehalten:

Im Schnitt hat jede Frau 2.7 Freundinnen. Die Freundschaften dauern durchchnittlich 7.7 Jahre [ich habe nur zwei, aber die dauern schon ewig].

Frauen unter einander reden anders und über anderes als mit Männern. [Männer reden unter einander auch anders als mit Frauen, es ist kaum zu glauben, auch über Frauen, übrigens]. Eva Maria Assignon hat eine Freundin in der Nähe vermisst, und dafür sind ihr jetzt viele Frauen dankbar. Denn sie hat deswegen eine Freundin-Vermittlungsbörse im Internet gegründet. Da suchen dann Mütter andere Mütter, Schwangere andere Schwangere [Da können wir, zugegeben, in beiden Fällen nicht mitreden; wir stehen nur ursächlich kausal am Anfang dieser weiblichen Zustände, wenigstens vorläufig noch ].

Und Frauen fühlten sich einfach unter einander besser verstanden, führten intensivere Gespräche, ohne um ihren Raum kämpfen zu müssen. Männer kämen aus einer anderen Welt [U-u uuuaaaahh].

Frau Kast weiss, dass Männerfreundschaften unverbindlicher sind. Männer interessieren sich weniger für Gefühle und haben nicht so nahe Beziehungen und würden ihre Probleme in Stresszeiten oft nur mit einem Menschen besprechen: ihrer Partnerin [es sei denn, diese ist gerade mit ihrer besten Freundin unterwegs um über ihre Gefühle zu reden]. Frauen verliessen sich hingegen viel häufiger auf eine Freundin und seien auch in Stresssituationen und überhaupt weniger allein [ausser sie ist alleinerziehende Mutter und hat keinen Mann, der die Basis schafft, um dank Freundinnen nicht allein zu sein].

Die Auseinandersetzung mit Gefühlen habe für Frauen einen grösseren Stellenwert, Männer könnten besser Unvereinbares stehen lassen und sich besser abgrenzen [was unverzichtbar ist, da wir keine Kinder austragen oder stillen können].

Männer unternehmen etwas zusammen, Frauen reden zusammen [auch beim Shoppen]. Männer unterstützen in Belastungs- und Entscheidungssituationen tendenziell mit Ratschlägen oder helfen tatkräftig mit. Frauen bieten demgegenüber eher emotionale Unterstützung an, so zum Beispiel Bestätigung und Verständnis [Ratschläge sind ja auch ohne Verständnis möglich].

Eine ähnliche Freunde-Vermittlungsplattform für Männer, die einen besten Freund suchen, gibt es noch nicht [und wird es nicht geben: Sie wäre sofort von Schwulen "unterwandert"].

Noch Fragen?

Für den praktischen Versuch, liebe Frauen, die nicht wutschnaubend gar nicht bis hierher gelesen haben, hier der Link:

www.bestefreundin.ch